Warum die Zukunft der Landwirtschaft in der Vielfalt liegt und warum das gar nicht so einfach ist - Unsere Zusammenfassung der Staffel 18
Staffel 18 ist im Kasten. Und damit ist es Zeit für unsere Zusamenfassung entlang der Frage: «Liegt die Zukunft der Berner Landwirtschaft in der Vielfalt?»
März 2026 | Staffel 18, Folge 5
👋 Guten Morgen und herzlich willkommen zur nächsten Folge Agrarpolitik – der Podcast. 💫
Die 18. Staffel hat den Titel «Liegt die Zukunft der Berner Landwirtschaft in der Vielfalt?» und kommt mit diesem Newsletter und dem heutigen Podcast zu einem Abschluss. Wir beleuchten Potenziale und Grenzen einer vielfältigen Landwirtschaft aus Sicht von Unternehmen, Verwaltung und Politik. Staffel 18 ist eine Koproduktion mit dem Berner Bauern Verband, der Anfang Jahr das Podium unter diesem Titel organisiert hat.
Unser letzter Newsletter zu Staffel 18 in zwei Teilen:
Teil 1 - Rückblick auf die vier Gespräche.
Teil 2 - unser Fazit zu den fünf Folgen.
Schön sind Sie da – wir wünschen viel Spass mit dieser Folge🤩
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Teil 1 - Rückblick
Den Auftakt der 18. Staffel machte das Berner Landwirtschaftspodium vom 9. Januar 2026. Die beiden Landwirte Fabian Feissli und Niklaus Walker beleuchteten im Gespräch mit Andreas Wyss, dass ein vielfältiger Betrieb hohe Anforderungen an die Betreibsleitung stellt und warum die Spezialisierung manchmal schlicht notwendig ist.
In der zweiten Folge beleuchtet Michael Gysi, warum Vielfalt zwingend ist. Der Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern zeigt auf, dass nur mit vielfältigen Betrieben die unterschiedlichen Standortbedingungen genutzt werden können. Und er beleuchtet, wie die kantonale Verwaltung die Landwirtschaft in der Entwicklung begleiten kann.
In der dritten Folge erklärt Markus Wildisen, wie die Verwaltung den Rahmen für eine möglichst vielfältige Schweizer Landwirtschaft setzen kann und wo auch Grenzen liegen. Der Leiter des Fachbereichs Agrarökonomie, Soziales und Regionalentwicklung beim Bundesamt für Landwirtschaft betont dabei die Rolle des unternehmerischen Handelns der Landwirt:innen selbst.
In der vierten Folge beleuchtet Sandra Contzen, dass für eine vielfältige Landwirtschaft der Kopf zentral ist. Die Agrarsoziologin beleuchtet im Gespräch, warum Veränderungen oft von aussen kommen und dass eine vielfältige Landwirtschaft entstehen kann, wenn auch vielfältige Köpfe die Landwirtschaft gestalten können.
Teil 2 - unser Fazit
Im Gespräch gehen Andreas Wyss und Hansjürg Jäger der Frage nach, welche Chancen und Potenziale Vielfalt bietet und warum eine Diversifizierungsstrategie für Betriebsleitende nicht immer der richtige Weg ist. Sie zeigen auf, wie die Regulierung einerseits vielfältige Landwirtschaft verlangt und ermöglicht und gleichzeitig der Diversifizierung durchaus enge Grenzen setzen kann.
Der Ausgangspunkt für Vielfalt im Handeln ist immer Vielfalt im Denken. Und diese Vielfalt kann im Austausch mit anderen Menschen in und um die Landwirtschaft entstehen. Sie braucht etwas Raum im Kopf und in der Agenda, um von einer anderen Perspektive zu einem eigenen Handlungsfeld zu werden. Der Weg vorwärts ist dabei alles andere als klar: manche Dinge werden funktionieren, andere nicht.
Hinzu kommt: vielfältige Betrieben können Risiken besser auf mehrere Bereiche verteilen und damit reduzieren. Diese Diversifizierung geht allerdings mit höheren Anforderungen und damit auch höheren Produktionskosten einher. Das Optimum zwischen Spezialisierung und Diversifizierung liegt in dieser Betrachtung dort, wo die Grenzkosten der Diversifizierung dem Grenznutzen der Risikoreduktion entsprechen. Das heisst: wenn ein zusätzlicher Aufwand in die Richtung Diversifizierung höher ist, als der zusätzliche Beitrag zur Risikoreduktion, dann ist eine weitere Diversifikaiton nicht mehr lohnenswert. Und gleichzeitig steigt bei zunehmenden Risiken der Spielraum für eine Diversifizierung der Produktionsstruktur.
So viel im Moment von uns 🙏. Danke fürs Interesse und schöne Woche 👋.
Agrarpolitik – der Podcast
Agrarpolitik wird von vielen Menschen umgesetzt und gemacht: von Landwirtinnen und Landwirten, von Verbandsvertreterinnen und -vertretern, vom Bundesrat, von Parlamentarierinnen und Parlamentariern.
Im Agrarpolitik-Podcast beleuchten wir die Entwicklungen, zeigen Ansprüche und Handlungsachsen. Wir fragen nach – und hören zu und machen Agrarpolitik verständlicher, zugänglich und real(er).
Wir sind: Sie, unsere Gäste, Andreas Wyss (Gespräche), Martina Graf (Social Media), Edith Nüssli (Texte) und Hansjürg Jäger (Produktion).
p.s: Hier finden Sie alle bisherigen Podcast-Folgen von Agrarpolitik – der Podcast

